Dringende Beschwerde und Aufklärungsbitte im Fall Mila Atschimov – Systemisches Versagen und Missachtung christlich-ethischer Verantwortung

Juni 26, 2025

An:
Katholische Kirche Österreich
Ombudsstelle für Opfer von Gewalt und Missbrauch
Stephansplatz 3
1010 Wien

 

Datum: 25.06.2025

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Sohn und rechtlicher Alleinerbe von Frau Mila Atschimov (geb. 02.01.1949 – verst. 30.06.2022) sowie als selbst anerkanntes Opfer von Gewalt in kirchlich geführten Einrichtungen (Klasnic-Kommission – Caritas, KIJA Kärnten – Diakonie, Kärntner Opferschutzkommission – LKH Klagenfurt), wende ich mich heute in tiefer Betroffenheit an Sie.

Ich bitte Sie um Prüfung und Stellungnahme zu einem Fall, der aus meiner Sicht nicht nur ein menschliches und juristisches Versagen darstellt, sondern auch ein ethisch-spirituelles Armutszeugnis für jene Institution ist, die sich dem Schutz der Schwächsten verschrieben hat.


1. Zur Sache: Der Tod meiner Mutter und das systemische Versagen

Meine Mutter, Frau Mila Atschimov, war von 2015 bis zu ihrem Tod 2022 Bewohnerin des Haus St. Hemma in Friesach, einer Pflegeeinrichtung der Caritas Kärnten. Im Zuge der COVID-19-Impfkampagne wurde sie im Jänner und Februar 2021 zweimal gegen ihren erklärten Willen mit einem mRNA-Wirkstoff (Comirnaty, Pfizer/BioNTech) geimpft.

Dies geschah unter gravierender Missachtung grundlegender rechtlicher, medizinischer und menschlicher Prinzipien:

  • Keine rechtsgültige Einwilligung
  • Keine medizinische Neubegutachtung der Entscheidungsfähigkeit
  • Keine gerichtliche Vertretung für medizinische Belange
  • Nachweislich dokumentierter Impf-Widerstand der Betroffenen
  • Missbrauch der Vertretungsmacht durch die Erwachsenenvertreterin

Was folgte, war eine Kette des institutionellen Versagens, über das ich als Sohn, Angehöriger, Betroffener und heute als Kläger mit wachsender Fassungslosigkeit berichte:

  • die Pflegedienstleitung ignorierte Hinweise auf die Unrechtmäßigkeit der Impfungen
  • zwei Ärztinnen führten die Eingriffe ohne rechtlich gesicherte Einwilligung durch
  • die Erwachsenenvertreterin unterzeichnete medizinische Erklärungen ohne Zuständigkeit
  • die Pflegeanwältin, die Richterin im Pflegschaftsverfahren, alle Kontrollinstanzen: tatenlos
  • selbst nach dem Tod meiner Mutter wurde die Obduktion so spät und so lückenhaft durchgeführt, dass eine echte Aufklärung der Todesursache faktisch verunmöglicht wurde

Die Caritas Kärnten hat mir bis heute die Herausgabe der vollständigen Pflegedokumentation verweigert. Auf meine Beschwerde an die Caritas Österreich (Zentrale Wien) wurde mir am 20. Juni 2025 lediglich ein zynischer, rechtlich fragwürdiger Verweis auf institutionelle Unzuständigkeit zugesandt – unterzeichnet von genau jener Person, deren Einrichtung in diesen Skandal direkt involviert ist.


2. Ein Fall von christlicher Verantwortungslosigkeit

Was mich – bei aller juristischer Klarheit – am tiefsten erschüttert, ist das vollständige Fehlen von Mitgefühl, Verantwortungsbewusstsein und ethischer Aufarbeitung durch jene kirchliche Trägerorganisation, die im öffentlichen Diskurs gerne von „Menschenwürde“, „Hirtenpflicht“ und „Heilsauftrag“ spricht.

Meine Mutter war über Jahrzehnte praktizierende Katholikin. Ihr Tod, verursacht durch institutionelle Gleichgültigkeit und ärztliche Übergriffe, wird von Ihrer Seite nicht nur nicht aufgearbeitet – er wird bagatellisiert und formal abgewiesen. Ich frage Sie offen:

Wo bleibt hier die Fürsorge für eine Schwache, die in Ihrer Obhut ihr Leben verlor?

Wo bleibt das kirchliche Schuldbewusstsein – selbst im Angesicht einer Sterbenden?

Wo bleibt die Bereitschaft zur Entschuldigung, zur Demut, zur menschlichen Reue?

Wenn eine kirchliche Einrichtung in dieser Tiefe versagt – organisatorisch, medizinisch, juristisch und spirituell – dann muss diese Institution sich die Frage gefallen lassen, ob sie ihrem Auftrag gerecht wird oder bloß noch eine funktionale Hülle ihrer selbst ist.


3. Mein Appell an Ihre Ombudsstelle

Ich fordere keine Gnade. Ich fordere keine Almosen. Ich fordere Aufklärung, Anerkennung des begangenen Unrechts und kirchliche Verantwortung!

Als anerkannter Gewaltopfer der Caritas, der Diakonie und div. Institutionen des Landes Klagenfurt habe ich viele Jahre des Schweigens hinter mir. Ich habe Vergebung geübt. Ich habe Hoffnung bewahrt. Aber nun bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich die Dinge klar und unmissverständlich beim Namen nennen muss.

Die Gewalt am Lebensende meiner Mutter ist Teil eines jahrzehntelangen Musters institutioneller Machtausübung über Schwache. Sie war kein Einzelfall – sie war ein Symptom.

Bitte prüfen Sie diesen Fall – nicht nur unter dem Aspekt Ihrer innerkirchlichen Verantwortlichkeitsstruktur, sondern auch als Ausdruck eines epochalen ethischen Versagens. Es ist höchste Zeit, dass die katholische Kirche den Mut zur Wahrheit zeigt – auch dann, wenn diese Wahrheit unbequem ist.


4. Abschließend

Ich habe alle relevanten Dokumente, Strafanzeigen, juristischen Bewertungen und ärztlichen Berichte zusammengetragen und kann ihnen diese nach Rücksprache mit meinem Anwalt auf Wunsch gerne übermitteln. Rechtliche Schritte – sowohl zivil- als auch strafrechtlich – sind bereits in Vorbereitung.

Dennoch halte ich es für notwendig, auch die moralische Dimension des Falles zu benennen und Ihre Ombudsstelle ausdrücklich in die Pflicht zu nehmen. Nicht nur vor dem Gesetz, sondern auch vor dem Gewissen.

Mit nachdrücklicher Bitte um Rückmeldung und um eine transparente Prüfung dieses Falles verbleibe ich

mit höflichem, aber eindringlichem Gruß

Alexander Atschimov
Anerkanntes Opfer kirchlicher Gewalt
Sohn von Mila Atschimov

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